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Produktdaten optimieren: Bessere Rankings auf Amazon, Otto & Zalando

Damian Liuras
Der IT Support Specialist unterstützt die Weiterentwicklung von Base und seiner Kunden durch technischen Support und die
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Die beste Ware nützt nichts, wenn sie niemand findet. Auf Marktplätzen entscheiden Produktdaten darüber, ob ein Artikel in den Suchergebnissen auftaucht oder in der Unsichtbarkeit verschwindet. Titel, Beschreibungen, Attribute und Bilder sind nicht nur Informationen für Kunden – sie sind die Grundlage für Algorithmen, die über Sichtbarkeit und Erfolg entscheiden.

Viele Händler unterschätzen diesen Zusammenhang. Sie investieren in Marketing, optimieren Preise und kämpfen um Bewertungen, während die eigentliche Basis vernachlässigt wird: saubere, vollständige und plattformgerechte Produktdaten. Dabei ist die Optimierung der Produktinformationen oft der effektivste Hebel für bessere Performance – und anders als Werbekosten keine laufenden Ausgaben.

Warum Produktdaten über Erfolg und Misserfolg entscheiden

Marktplatz-Algorithmen funktionieren grundsätzlich ähnlich: Sie versuchen, Kunden die relevantesten Produkte zu zeigen. Was „relevant” bedeutet, leiten sie aus den verfügbaren Daten ab – und das sind in erster Linie Ihre Produktdaten.

Ein Titel ohne das gesuchte Keyword? Das Produkt taucht nicht auf. Fehlende Attribute in einer Filterkategorie? Der Artikel wird bei gefilterten Suchen ausgeblendet. Unvollständige Produktbeschreibungen? Weniger Vertrauen bei Kunden, niedrigere Conversion, schlechteres Ranking. Die Konsequenz ist ein Teufelskreis: Schlechte Produktdaten führen zu schlechter Sichtbarkeit, weniger Verkäufen und noch schlechterem Ranking.

Umgekehrt gilt: Händler, die ihre Produktdaten systematisch optimieren, setzen einen positiven Kreislauf in Gang. Bessere Daten bedeuten bessere Rankings, mehr Sichtbarkeit, mehr Verkäufe – und das System belohnt erfolgreiche Produkte mit noch mehr Reichweite.

Die Anatomie guter Produktdaten

Bevor wir auf plattformspezifische Anforderungen eingehen, lohnt ein Blick auf die universellen Bausteine guter Produktinformationen.

Titel: Die wichtigsten Sekunden

Der Produkttitel ist das Erste, was Kunden und Algorithmen sehen. Er muss in wenigen Worten vermitteln, worum es geht – und dabei die relevanten Suchbegriffe enthalten.

Ein guter Titel folgt einer klaren Struktur: Marke, Produkttyp, wichtigste Eigenschaften wie Größe, Farbe oder Material, gegebenenfalls Modellbezeichnung. Die Reihenfolge kann je nach Plattform variieren, aber die Grundlage bleibt: Das Wichtigste zuerst, Keywords natürlich integriert, keine Keyword-Stuffing-Wüsten.

Häufige Fehler: Titel, die nur aus der internen Artikelnummer bestehen. Titel mit übertriebenen Werbeversprechen statt konkreter Produktinformationen. Titel, die auf einer Plattform funktionieren, aber unverändert auf andere Kanäle übertragen werden.

Beschreibungen und Bullet Points: Überzeugen und informieren

Nach dem Titel entscheiden Produktbeschreibungen und Bullet Points, ob Kunden weiterlesen oder abspringen. Sie müssen zwei Aufgaben gleichzeitig erfüllen: relevante Keywords für den Algorithmus liefern und echte Kaufargumente für Menschen bieten.

Die besten Bullet Points sind konkret statt generisch. Nicht „hohe Qualität”, sondern „aus 18/10 Edelstahl, spülmaschinenfest”. Nicht „vielseitig einsetzbar”, sondern „passend für Töpfe von 16 bis 24 cm Durchmesser”. Konkrete Angaben zu Material, Größe und Eigenschaften schaffen Vertrauen und enthalten automatisch relevante Suchbegriffe.

Die Produktbeschreibung ergänzt die Bullet Points mit ausführlicheren Informationen. Hier ist Platz für Anwendungsszenarien, technische Spezifikationen und vieles mehr. Je nach Plattform variiert die Bedeutung der Beschreibung, aber ignorieren sollten Händler sie nie.

Attribute: Das unsichtbare Ranking-Fundament

Attribute sind die strukturierten Datenfelder, die Marktplätze für Filter und Kategorisierung nutzen: Material, Größe, Farbe, Gewicht, Zielgruppe und vieles mehr. Viele Händler behandeln Attribute als lästige Pflicht und füllen nur das Minimum aus.

Das ist ein teurer Fehler. Wenn Kunden nach „Winterjacke Herren wasserdicht Größe XL” filtern und Ihre Jacke keine Angabe zur Wasserdichtigkeit hat, erscheint sie nicht – egal wie gut Titel und Beschreibung sind. Vollständige Produktstammdaten sind Pflicht, nicht Kür. Diese strukturierten Informationen bilden die Basis für Sichtbarkeit in gefilterten Suchen.

Bilder: Der erste Eindruck zählt

Produktbilder sind technisch gesehen auch Produktdaten – und für die Conversion oft entscheidender als jeder Text. Hochauflösende Bilder aus mehreren Perspektiven sind heute Standard. Infografiken, die Features visualisieren, können die Conversion deutlich steigern.

Jede Plattform hat spezifische Anforderungen an Bildformate, Mindestauflösungen und Hintergrundfarben. Bilder, die auf Amazon perfekt funktionieren, können bei Zalando abgelehnt werden. Die Investition in plattformkonformes Bildmaterial zahlt sich aus.

Sie verkaufen auf mehreren Marktplätzen und kämpfen mit unterschiedlichen Anforderungen? Der Base Produktmanager übersetzt Ihre Produktdaten automatisch in die Formate jeder Plattform. Entdecken Sie den Base Produktmanager.

Plattformspezifische Anforderungen verstehen

Die Grundprinzipien guter Produktdaten sind universell, aber die Details unterscheiden sich erheblich zwischen den Kanälen. Händler, die auf mehreren Marktplätzen verkaufen, müssen diese Unterschiede kennen.

Amazon: Keyword-Relevanz und A+ Content

Amazon ist der komplexeste Marktplatz in Sachen Produktdaten. Der Algorithmus gewichtet Keywords in Titel, Bullet Points und Backend-Suchbegriffen unterschiedlich. Die Reihenfolge der Wörter im Titel beeinflusst das Ranking.

Für Amazon gilt besonders: Jedes relevante Keyword sollte mindestens einmal vorkommen – im Titel, in den Bullets oder in den Backend-Keywords. Wiederholungen bringen nichts, aber Lücken kosten Sichtbarkeit. Die fünf Bullet Points sollten vollständig genutzt werden.

Die Backend-Suchbegriffe sind eine oft unterschätzte Möglichkeit: Hier können Händler Synonyme, alternative Schreibweisen und verwandte Begriffe unterbringen, die im sichtbaren Text keinen Platz finden. Mit A+ Content können Unternehmen ihre Produktseiten zusätzlich visuell aufwerten – ein Potenzial, das viele nicht ausschöpfen.

Otto: Qualität und Vollständigkeit

Otto legt besonderen Wert auf Datenqualität und vollständige Attribute. Die Plattform prüft Produktdaten strenger als Amazon und lehnt Artikel mit unvollständigen oder fehlerhaften Informationen ab.

Für Otto bedeutet das: Alle Pflichtattribute müssen korrekt ausgefüllt sein, Bilder müssen den Richtlinien entsprechen, und die Produktbeschreibungen sollten einen gewissen Qualitätsstandard erfüllen. Der Aufwand für die initiale Datenpflege ist höher, aber die Belohnung ist ein kuratiertes Umfeld mit weniger Preiswettbewerb.

Besonders wichtig bei Otto: konsistente Größenangaben, korrekte Farbbezeichnungen und vollständige Materialangaben. Die Plattform standardisiert diese Produktstammdaten, und Abweichungen führen zu Ablehnungen.

Zalando: Fashion-spezifische Anforderungen

Zalando als Fashion-Spezialist hat detaillierte Anforderungen an Produktdaten im Bekleidungs- und Schuhbereich. Passform, Pflegehinweise, Materialzusammensetzung, Absatzhöhe bei Schuhen – die Liste der relevanten Attribute ist lang.

Bilder sind bei Zalando besonders kritisch. Die Plattform erwartet hochwertige Produktfotos vor weißem Hintergrund, oft mit spezifischen Anforderungen an Perspektiven. Die Kategorisierung folgt einem eigenen System – Produkte müssen den richtigen Kategorien zugeordnet werden.

Häufige Fehler bei der Produktdatenpflege

Aus der Praxis kennen wir Fehler, die sich hartnäckig halten und viel Potenzial kosten.

Copy-Paste über alle Plattformen: Ein Titel, der für Amazon optimiert ist, funktioniert nicht automatisch auf Otto oder Zalando. Jede Plattform hat eigene Anforderungen an Länge, Struktur und Keywords. Wer pauschal kopiert, verschenkt Potenzial.

Vernachlässigte Attribute: Händler füllen Pflichtfelder aus und ignorieren den Rest. Dabei entscheiden oft die optionalen Attribute über Filterplatzierungen und Sichtbarkeit. Vollständige Produktinformationen sind der Schlüssel.

Veraltete Produktdaten: Beschreibungen, die vor Jahren erstellt wurden und seitdem nicht aktualisiert sind. Marktplätze ändern ihre Anforderungen, Suchverhalten ändert sich – Produktdaten sollten es auch.

Inkonsistente Daten über Kanäle: Unterschiedliche Produktnamen, variierende Größenangaben, abweichende Farbbezeichnungen auf verschiedenen Plattformen. Das verwirrt Kunden und erschwert die Verwaltung.

Fehlende Keyword-Recherche: Produktdaten werden aus der eigenen Perspektive geschrieben, nicht aus der Suchperspektive der Kunden. Die Fachbezeichnung des Herstellers ist vielleicht korrekt, aber danach sucht niemand.

Zentrales Produktdaten-Management: Qualität mit Effizienz verbinden

Je mehr Kanäle Händler bespielen, desto aufwendiger wird die Produktdatenpflege. Dieselben Produkte müssen in unterschiedlichen Formaten, mit plattformspezifischen Optimierungen und unter verschiedenen Anforderungen gepflegt werden.

Ohne zentrales System entsteht schnell Chaos: Änderungen werden nicht überall nachgezogen, Inkonsistenzen schleichen sich ein, die Qualität leidet. Gleichzeitig bindet die manuelle Pflege in verschiedenen Seller-Backends enorme Ressourcen. Excel-Listen werden zur Krücke, Fehler häufen sich.

Die Lösung ist ein zentrales Produktdaten-Management – oft auch als PIM (Product Information Management) bezeichnet. Solche PIM-Systeme dienen als Single Source of Truth für alle Produktinformationen. Produktdaten werden einmal zentral gepflegt und dann automatisch an alle Kanäle ausgespielt – mit den jeweiligen plattformspezifischen Anpassungen.

Ein solches System ermöglicht auch systematische Optimierung: Titel-Templates, die automatisch plattformgerecht formatiert werden. Attribut-Mappings, die zentrale Werte in die jeweiligen Plattformformate übersetzen. Und die Möglichkeit, Änderungen einmal zu machen und überall auszurollen.

Der Base Produktmanager macht Schluss mit Mehrfachpflege: Titel, Beschreibungen, Attribute und Bilder einmal zentral anlegen – und automatisch auf Amazon, Otto, Zalando und alle weiteren Kanäle ausspielen. Entdecken Sie den Base Produktmanager.

Produktdaten-Optimierung als kontinuierlicher Prozess

Produktdaten sind keine einmalige Aufgabe, die Händler abhaken und vergessen. Marktplätze ändern ihre Anforderungen, neue Attribute werden eingeführt, Algorithmen entwickeln sich weiter. Was gestern funktioniert hat, muss morgen nicht optimal sein.

Erfolgreiche Unternehmen etablieren einen kontinuierlichen Optimierungsprozess: regelmäßige Audits der Produktdatenqualität, Monitoring der Ranking-Performance, Tests mit verschiedenen Titelvarianten. Die Daten aus dem Verkauf – welche Produkte performen gut, welche nicht – fließen zurück in die Produktdatenpflege.

Besonders lohnend ist die Priorisierung nach Umsatzpotenzial. Die Top-Seller verdienen die meiste Aufmerksamkeit bei der Optimierung. Hier zahlt sich jede Verbesserung direkt aus. Bei Longtail-Produkten kann eine solide Basis ausreichen.

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Fazit: Produktdaten als Wettbewerbsvorteil

Produktdaten sind mehr als eine technische Notwendigkeit – sie sind ein echter Wettbewerbsvorteil im E-Commerce. Händler und Unternehmen, die ihre Titel, Produktbeschreibungen, Attribute und Bilder systematisch optimieren, gewinnen Sichtbarkeit, die andere mit Marketing-Budget erkaufen müssen. Sie reduzieren Ablehnungsquoten, verbessern Conversion Rates und schaffen die Grundlage für effizientes Multi-Channel-Management. Die Investition in saubere Produktdaten zahlt sich auf jeder Plattform aus: Bessere Daten bedeuten bessere Rankings, bessere Rankings führen zu mehr Sichtbarkeit, und mehr Sichtbarkeit bringt mehr Kunden. Der Schlüssel liegt in der Kombination aus plattformspezifischem Wissen und effizienten Prozessen. Wer die Anforderungen von Amazon, Otto und Zalando versteht und gleichzeitig ein zentrales System wie ein PIM für die Datenpflege nutzt, verbindet Qualität mit Skalierbarkeit. So wird Produktdaten-Management vom Engpass zum Wachstumstreiber – und Händler können sich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: großartige Produkte verkaufen.

Über den Autor
Damian Liuras
Er ist für den umfassenden Kundensupport auf dem DACH-Markt zuständig. Täglich löst er technische Probleme der Nutzer und bemüht sich, bestmögliche Unterstützung beim Umgang mit dem Base-System zu leisten – stets unter Einhaltung höchster Standards im Kundenservice. Zudem trägt er zur Marktentwicklung bei und analysiert aktuelle Themen im Zusammenhang mit dem Betrieb des Base-Systems.

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